Das Bad in Flächen zerlegen
Plane Boden und Wände getrennt, denn meist kommen unterschiedliche Fliesen zum Einsatz: rutschhemmende Bodenfliesen, an der Wand oft ein anderes Format oder eine andere Oberfläche.
- Boden: Länge × Breite, L-Formen in Rechtecke zerlegen, Duschwanne oder Badewanne abziehen. Details: Fliesenbedarf berechnen.
- Wände: Umfang × Fliesenhöhe, Türen und Fenster abziehen, Vorwände und Laibungen dazurechnen. Details: Wandfliesen berechnen.
- Nassbereich: Duschfläche und Wände im Spritzwasserbereich für die Abdichtung.
Abdichtung nach DIN 18534
Fliesen und Fugen sind nicht wasserdicht. Deshalb gehört in Duschen, an Badewannen und auf Bodenflächen mit Ablauf eine Verbundabdichtung unter die Fliesen. Die DIN 18534 (Abdichtung von Innenräumen) unterscheidet dafür Wassereinwirkungsklassen – eine bodengleiche Dusche stellt höhere Anforderungen als eine Wand mit gelegentlichem Spritzwasser.
- Untergrund grundieren.
- Dichtband in alle Ecken und Übergänge, Dichtmanschetten um Rohrdurchführungen und Abläufe einbetten.
- Dichtschlämme in mindestens zwei Schichten auftragen, meist je rund 1,5 kg/m² – genaue Werte und Mindestschichtdicke stehen auf dem Gebinde.
- Nach dem Trocknen mit Flexkleber fliesen.
Bei bodengleichen Duschen und im Zweifel lohnt sich ein Fachbetrieb: Fehler in der Abdichtung zeigen sich erst Jahre später.
Fliesenhöhen im Bad
| Bereich | Empfehlung |
|---|---|
| Dusche | mindestens 2,00 m, besser raumhoch |
| Badewanne | bis ca. 1,20–1,50 m über Wannenrand, mit Duschfunktion wie Dusche |
| Waschtisch, WC | 1,20 m oder Höhe der Vorwand |
| Übrige Wände | 1,20 m, raumhoch oder nur Sockel |
Materialliste für ein Bad
- Bodenfliesen (rutschhemmend, im Duschbereich empfohlen: R10 bzw. Barfuß-Bewertungsgruppe B) inkl. 10–15 % Verschnitt
- Wandfliesen inkl. 10–15 % Verschnitt
- Grundierung (ca. 0,1–0,2 l/m²)
- Dichtschlämme, Dichtband, Innen- und Außenecken, Rohrmanschetten
- Flexkleber – Verbrauch nach Zahnung
- Fugenmörtel – Verbrauch nach Format
- Sanitärsilikon für Anschlussfugen, Fliesenschienen für Außenecken
Im Bad lohnt sich der LiDAR-Raumscan von TileWright besonders: Boden, Wände, Tür und Fenster werden in einem Durchgang erfasst, die Wandfläche netto steht sofort fest.
Die richtige Reihenfolge
- Rohinstallation (Sanitär, Elektro) abschließen, Vorwände stellen.
- Untergründe prüfen, ausgleichen und grundieren.
- Abdichtung im Nassbereich mit Dichtband und Manschetten.
- Wände fliesen, meist ab der zweiten Reihe über einer Latte; unterste Reihe zuletzt.
- Boden fliesen, im Duschbereich mit Gefälle zum Ablauf.
- Verfugen, nach dem Aushärten Silikonfugen an Ecken und Anschlüssen.
- Sanitärobjekte montieren.
Häufige Fehler im Bad
- Abdichtung vergessen oder nur einlagig aufgetragen.
- Ecken und Anschlüsse mit Fugenmörtel statt Silikon geschlossen – dort reißt es.
- Bodengefälle in der Dusche zu gering, Wasser bleibt stehen.
- Glatte Bodenfliesen im Duschbereich.
- Material für Vorwände, Laibungen und Nischen nicht mitgerechnet.
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Im App Store ladenHäufige Fragen
Wie viele m² Fliesen braucht ein Bad?
Ein kleines Bad mit 6 m² Boden hat bei 2 m Fliesenhöhe rund 18–20 m² Wandfläche. Zusammen mit Verschnitt sind das oft 28–30 m².
Muss man im Bad abdichten?
In Duschen, an Badewannen und auf Böden mit Ablauf ja – nach DIN 18534 mit einer Verbundabdichtung unter den Fliesen.
Wie viel Dichtschlämme pro m²?
Bei zwei Anstrichen meist rund 3 kg/m²; maßgeblich sind die Herstellerangaben zur Mindestschichtdicke.
Welche Fliesen für den Badboden?
Rutschhemmende Fliesen – für den Duschbereich empfehlen sich R10 bzw. die Barfuß-Bewertungsgruppe B. Feinsteinzeug ist robust und pflegeleicht.
Wie hoch sollte man ein Bad fliesen?
Im Duschbereich mindestens 2,00 m, an den übrigen Wänden häufig 1,20 m oder raumhoch.